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IV. Bevölkerung.
Britisch-Ostafrika wird von zahlreichen, verschiedenen Rassen angehörenden Völkerschaften bewohnt. Den Südosten des Schutzgebietes nehmen Bantustämme ein, also Völkerschaften, die man zu demjenigen Zweige der Negerrasse rechnet, welcher südlich von der Linie Kamerunbucht—Jubamündung ansässig ist. Im Westen schließen sich an die Bantustämme die Masai an, ein Mischvolk zwischen Negern und hamito-semitischen Gruppen. Die westlichen Nachbarn der Masai sind die Waganda, die das Land im Nordwesten des Victoria Nyanza bewohnen. Die Bevölkerung der nördlichen Distrikte besteht größtenteils aus Somal- und Gallastämmen, die wir wie die Masai als Mischvölker zwischen Negern und Hamito-Semiten anzusehen haben. Außerdem zählen zu den Bewohnern des britischen Schutzgebietes noch verschiedene jener im Süden an die Waganda und im Osten an die Galla stoßenden Misch- und Übergangsvölker, die man gewöhnlich unter dem Namen der Obernilstämme zusammenfaßt.
Ein typischer Bantustamm Britisch-Ostafrikas sind die Wanika (= Leute der Wildnis), die den östlichen Teil der Nyika bewohnen, und deren Gebiet im Süden an das der Wasambara und im Norden an das der Somal und Galla grenzt. Nach Thomson 1 ) sind die Wanika mittelgroße, magere Leute, denen man die fortwährenden Kämpfe ansieht, die sie um ihr Dasein mit Natur und Menschen zu führen haben. Ihre Farbe ist schokoladenbraun, selten schwarz, ihre Maut weich. Nase, Lippen und Kinnladen sind negerartig, das Auge wild, der Blick stierend. Das Haar wächst lang und
l ) J.Thomson:
Through Masailand.
London 1886.