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II. Geschichte.
1. Die Portugiesenzeit Britisch-Ostafrikas.
Um die Wende der Jahre 1486 und 1487 hatte Bartholomaeus Diaz das Kap der guten Hoffnung umfahren und war bis zum Großen Fischfluß im Südosten der heutigen Kapkolonie vorgedrungen. Zehn Jahre später verfolgte sein großer Landsmann Vasco da Qama 1 ) den durch die Umsegelung Afrikas entdeckten Weg nach dem Osten weiter und gelangte im Frühjahr 1498 in die ostafrikanischen Gewässer. In welchem Stadium er damals die semitische Kultur an der Ostküste Afrikas gefunden hat, ob gerade in ihrer Blüte, oder schon im ersten Beginne des Verfalles, das läßt sich heute nicht mehr entscheiden. Jedenfalls sind die Berichte der Portugiesen aus jener Zeit voll von Bewunderung über das, was sie an der Ostküste Afrikas sahen, und was freilich sehr verschieden gewesen sein muß von dem, was sie an der unzivilisierten Westküste zu sehen gewohnt waren. Nachdem er im Januar 1498 Quelimane und zwei Monate später Mozambique angelaufen hatte, ging Vasco da Gama am 7. April mit seinem Geschwader auf der Reede von Mombasa vor Anker. An Land zu gehen wagte er indessen der feindlichen Gesinnung der Araber wegen nicht. In wenigen glücklichen und malerischen Zeilen schildert uns Camöes in seinen Lusiaden 2 ) den Eindruck, den diese Inselstadt auf die Portugiesen machte:
') S. Rüge: Die Entdeckung des Seeweges nach Ostindien. Dresden 1898.
2 ) Os Lusiadas de Luiz de Camoes. Herausgeg. v.K. v. Rein- hardstoetter. Strasburg 1874