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Ein Jahrhundert voller Unrecht : ein Rückblick auf die südafrikanische Politik Englands / veröff. auf Veranlassung und unter Mitw. von F. W. Reitz. Autoris. Übers. aus dem Holländ.
Entstehung
Seite
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Die Annektion.

Lord Carnarvon sandte, um seine südafrikanische Konföderationspolitik zu vollenden, Sir Bartie Frere als Gouverneur nach der Kapstadt. Er sandte auch Shepstone nach Transvaal, um das Land zu annektiren, falls er die Zustimmung des Volksrates oder der Mehrheit der Ein­wohner erlangen könne. Der Volksrat prostestierte gegen die Annektion, der Präsident protestierte, von ungefähr 8000 Bürgern protestierten 6800, doch alles war vergeblich.

Bischof Colenso erklärte, dass:the sly and underhand way in which the Transvaal has been annexed appears to me to be unworthy of the English name."

Der Freistaat drückte sein innigstes Bedauern aus über die Annektion. Gladstone erkannte selbst an,dass England in Transvaal derartig handele, dass die freien Unterthanen eines Königreichs die freien Unterthanen einer Republik unterdrückten und zwängen, eine Nationalität anzunehmen, die sie nicht haben wollten".

Doch alles half nichts.

.Sir Garnet Wolsely erklärte dagegen:as long as the sun shines the Transvaal will remain British territory" und weiterdass der Vaal-River eher nach seiner Quelle zu­rück über die Drachenberge strömen, als dass England Transvaal aufgeben würde".

Shepstones Hauptgründe für die Annektion waren, dass Transvaal Sekokuni nicht überwinden könne, und ferner, dass die Zulu-Nation drohe, Transvaal zu überwältigen