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Ein Jahrhundert voller Unrecht : ein Rückblick auf die südafrikanische Politik Englands / veröff. auf Veranlassung und unter Mitw. von F. W. Reitz. Autoris. Übers. aus dem Holländ.
Entstehung
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Die Gründung von Natal.

Mit der zweiten Abteilung lief es ebenso unglücklich ab. Nachdem Piet Retief in aller Form und gegen Ent­schädigung und schriftliche Ratifikation von Dingaan, dem Häuptling der Zulus, den jetzt Natal genannten Land­strich erhalten hatte, ermordete Dingaan ihn und seine Angehörigen durch Verrat, dazu veranlasst durch die Engländer, am 6. Februar 1838. So kamen 66 Boeren _ und 30 ihrer Knechte um das Leben und so verlor der grosse Auswanderungszug seinen grossmütigsten und edelsten Führer.

Dingaan griff dann den Haupttrupp an und über­fiel die Frauen, Kinder und Greise zu Boesmansrivier (Blauwkrans), wo jetzt das Dorf Weenen steht; hierbei wurden 282 Weisse und 250 farbige Dienstboten ermordet. Gegen Ende jenes Jahres drangen wir in das Land des Gewalthabers mit einem kleinen Kommando von 464 Mann und am 16. Dezember 1836, seitdem bekannt als der Dingaan-Tag", schlugen wir die Truppen der Zulus in Stärke von ungefähr 10000 Mann.

Darauf Hessen wir uns friedlich in Natal nieder und gründeten eine freie Republik; der Boden war ja mit un­serem Gelde gekauft und unserem Blut getauft.

Doch nicht von langer Dauer sollte die Republik sein. Das brittische Kolonial-Amt sass uns auf den Fersen. Zuerst entschloss sich die brittische Regierung zu einer