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Ein Jahrhundert voller Unrecht : ein Rückblick auf die südafrikanische Politik Englands / veröff. auf Veranlassung und unter Mitw. von F. W. Reitz. Autoris. Übers. aus dem Holländ.
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Der Oranje-Freistaat.

Die Engländer hatten dem obenerwähnten Gesetz (6 u. 7 W. 4 c 57) folgend einen Residenten im Oranje- Freistaat angestellt. Pretorius jedoch stellte ihm eine Frist von 48 Stunden, um die Republik zu verlassen. Sir Harry Smith brachte darauf ein Heer zusammen, grossenteils aus Schwarzen bestehend aber aufgerufen gegen die Weissen, und kämpfte gegen uns bei Boomplaats am 29. August 1848.

Nach dem Gefecht, das sehr hartnäckig gewesen war, wurde ein Boer Thomas Dreyer von den Schwarzen von Smiths Armee gefangen genommen und zur Schande des englischen Namens umgebracht für keine andere Misse- that als dafür, dass er, obwohl vor Jahren brittischer Unterthan, es nun wagte, gegen die Flagge Ihrer Majestät zu Felde zu ziehen.

Inzwischen hatte Sir Harry Smith den Freistaat annektiert unter dem Namen Oranje-River-Sovereignty "und unter dem Vorwand, dass vier Fünftel der Einwohner die brittische Herrschaft vorzögen und nur eingeschüchtert seien durch die Gewalt von Pretorius. Doch bald geriet der brittische Resident mit dem mächtigen und schlauen Häuptling der Basutos Moshesh aneinander. Der Re­sident rief die Boeren zur Hülfe, doch von den tausend Gerufenen kamen nur 75 und die Engländer unterlagen. Das Bestehen derOranje-River-Sovereignty", so schrieb der Resident an seine Regierung, hinge nun ab von