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Ein Jahrhundert voller Unrecht : ein Rückblick auf die südafrikanische Politik Englands / veröff. auf Veranlassung und unter Mitw. von F. W. Reitz. Autoris. Übers. aus dem Holländ.
Entstehung
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Der grosse Trek.

Nach 30 Jahren englischer Regierung hatte es sich zur Genüge gezeigt, dass wohl kaum etwas Gutes sondern nur Unterdrückung bei derselben zu finden war. Ihre Stellung war unerträglich in der englischen Kolonie und man entschloss sich, Haus, Hof und Habe, soweit diese noch von der Verwüstung durch die Kaffern verschont geblieben waren, preiszugeben und das brittische Gebiet zu verlassen.

Der Lieutenant - Gouverneur Stockenstroom wurde vorher um Rat gefragt, doch er erwiderte, dass kein Gesetz bestände, welches sie hindern könnte, die Kolonie zu ver­lassen und sich anderswo niederzulassen.

Der General-Prokureur Olifant, von Colonel Somerset um Rat gefragt, gab gleichen Bescheid, indem er sagte, dass die Auswanderer augenscheinlich die Absicht hätten, in ein anderes Land zu ziehen und sich nicht länger als brittische Unterthanen zu betrachten. Ausserhalb der brittischen Grenzen nun lagen die Landstriche nördlich vom Oranje-Rivier und östlich von den Drachenbergen, und, soviel man wusste, waren diese Strecken von Bar­baren bewohnt.

Jedoch man beschloss, lieber die Gefahren der Wüste zu bestehen, dort ein Stück Land von den Kaffern zu erhandeln und ein unabhängiges Gemein­wesen zu gründen, als länger unter brittischer Herr­schaft zu bleiben. Diese Gefühle spiegeln sich wieder