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Gouverneursjahre im Kamerun / von Jesko von Puttkammer
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Kapitel VIII.

Wieder in Kamerun. Aus R. Plehns Tagebuch, Gründung der Ngoko- Station. R. Plehns Heldentod bei Dsgai. Tod von Gagern und Malsen. Besser am Cross-Fluss. Unfall desHabicht", Buea. Leutnant Lequis in Yaunde erschossen. Strafexpedition unter Hauptmann v. Schimmel­pfennig. Meine Reise an den Cross-Fluss. Wilde Bienen. Station Nssakpe. Grenzregulierungsarbeiten. Rückmarsch, Johann-Albrechts- höh. Arbeit in Buea; Plantagen. Expeditionen, verschiedene. Vor­werk Buea wird von W. A. P. V. gekauft; Hausbau. Verwundung Dr. Meyers bei den Bumboko. Oberstleutnant Pavel; Etat der Schutz­truppe. v. Schimmelpfennig f. Bali-Gesandtschaften. Dr. Esser. Gesellschaft Nordwestkamerun. Fernando Po. Dominik u. v. Bülow; Instruktion. Dominik über Yaunde. Dominik u. Bülow nach Garna. Beisetzung von Gagern. Aufbruch der Expedition Pavel. Musik­kapelle. Arnold Amsinck. Heimreise über Madeira.

Am 15. November 1900 traf ich wieder in Kamerun ein und übernahm die Geschäfte von Gouverneur Köhler, der mir gleich mitteilte, dass er zwei von mir vorbereitete Jagdverordnungen er­lassen habe; die eine verbot bei hoher Strafe das Einkreisen von Elefantenherden durch Feuer oder Zäune, ein bei den Eingeborenen bis dahin sehr beliebtes Mittel zur Vernichtung der Tiere, um mühe­los das kostbare Elfenbein zu gewinnen, die andere richtete ein Jagdschongebiet südlich des Sannagaflusses ein. Sonst sah es in der Kolonie bunt genug aus. Jetzt erst lagen die ausführlichen Be­richte Rudolf Plehns über seine Reisen, über die Anlage der Station am Ngoko, seine letzten Tagebuchblätter und die Beschreibung seines Todes vor, aus denen ich des grossen Interesses halber einige Auszüge hier folgen lasse. Über die Gründung der Station am Ngoko berichtet Assessor Dr. R. Plehn:

Ende März des Jahres 1899 waren die Arbeiten auf dem für die neu zu gründende Station ausersehenen Hügel so weit vorge­schritten, dass das Lager der Expedition auf denselben verlegt werden konnte und am 1. April, dem Geburtstage Bismarcks, wurde die deutsche Flagge dortselbst im Beisein der Agenten des Holländischen Hauses und der Societe Anonyme Beige gehisst.

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