Druckschrift 
Zur Abwehr und Verständigung : offener Brief an Herrn Major von Wissmann ... / von G. Warneck
Entstehung
Seite
31
Einzelbild herunterladen
 

31

weisen die gegenseitigen offiziellen Zahlen. Der nächste offizielle Census der indischen evangelischen Mission findet erst 1891 statt. Vermutlich wird dann die Zahl der evangelischen Heidenchristen Gesamtindiens nicht sehr weit von 700000 entfernt sein. Und damit sei es genug zur Ent­wirrung des Nestes von Fälschungen, mit denen das besprochene kleine Artikelchen einen so großen Teil unsrer Presse getäuscht hat.

Warneck.

II.

Ein Artikel derberliner Börsen-Zeitung".

Ich traute meinen Augen nicht, als ich von einem Mitgliede des Vorstandes der Berliner deutsch-ostafrikanischen Missions-Gesell- schast den folgenden Artikel las, der seinen Weg durch eine ganze Menge von Zeitungen gemacht zu haben scheint, einen Artikel, der Anschauungen vertritt, wie sie bisher noch niemals von dem Vorstandsmitgliede einer andern evangelischen Missions-Gesellschaft geäußert worden sind und der ixsissimis vsrdis den Beweis liefert, wie gerechtfertigt unser Be­denken auch gegen die Missionsgrundsätze der in Rede stehenden Ge­sellschaft gewesen sind. Wir entnehmen den Artikel derBerliner Börsen-Zeitung" (Nr. 325, v. 16. Juli). Er lautet:

Über die durch die Äußerungen Herrn v. Wißmanns in ein neues Stadium getretene Frage der evang. Missionierung Afrikas erhält dieSchl. Ztg." folgenden Bericht über eine Auslassung des i)r. Schroeder- Poggelow, der selbst dem Vorstand der Berliner evang. Missions­gesellschaft für Ostafrika angehört:Durch die Erwerbung unserer ostafrikcmischen Kolonie wurde der evang. Missionsarbeit in Deutschland eine neue große Aufgabe gestellt, weil es darauf ankam, zum ersten Male die Forderungen einer nationalen Propaganoa mit den bisherigen Traditionen der deutschen evang. Missionierung wenn möglich ins Einvernehmen zu setzen und in richtiger Verschmelzung dieser beiden Richtungen ein ge­deihliches Borwärtsarbeiten in Ostafrika anzubahnen. Die in Berlin für die evangelische Missionierung Ostafrikas gebildete Missionsgesellschaft ist sich der aus dieser neuen Aufgabe erwachsenen Schwierigkeiten voll bewnßt, und die neuere Entwicklung dieser Gesellschaft liefert den vollgiltigen Beweis dafür, daß sie in der Art ihres Wirkens und Arbeitens den neuen Verhältnissen Rechnung zu tragen begonnen hat. Durch die klaren, zielbewußten und autoritativen Darlegungen Wißmanns ist die Lösung dieser wichtigen Frage nunmehr einen bedeutenden Schritt weiter gefördert worden. Die Wißmannschen Abfertigungen des Missionsstandpunktes des Herrn Warneck, der sogar mit dem Rebellen Buschiri zu sympathisieren für gut fand, haben jedenfalls allen