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Alaska : ein Beitrag zur Geschichte nordischer Kolonisation ; Bericht, dem Herrn Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten / erstattet von H. Erdmann
Entstehung
Seite
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Das Gebiet des unteren Yukon.

Früher Schluß der Schiffahrtszeit im Yukongebiet. Dampferfahrt auf der unteren Tanana. Tschina. Herbstlicher Laubwald. Mintosee und Tschatanika oder Tolovana. Cantwellfluß. Nordlicht im Sommer. Die Rätsel des Nordlichtes. Magnetische Deklination oder Variation. Kantischna. Bäckerfluß, heiße Quellen. Mündung der Tanana: Fort Gibbon. Schiffsunglücke und Verzögerungen in der Tanana. Lavelle Young. Leah. Überfüllung im Herbstverkehr auf dem unteren Yukon. Nulato und Kaitag. Das arktische Gebiet des Koyukuk und seine Zukunft. Heydemann und Heinrich Luken. Trail am Wildbach und Anaktuvuk nach dem Eismeer. Emmabach, Smithbach und Nolanbach. Bergmann, Betties und Coldfoot. Goldklumpen im Konglomerat. Schwierig­keiten der Aufbereitung. Trail von Kaitag nach Unalaklik. Gewaltiger Bogen im Alluvialdelta des Yukon. Bau der amerikanischen Flußdampfer in vier Geschossen mit hinterem Radantrieb. Schiffbruch derLeah" im südlichen Yukonlauf. Untergang der Stowaways. Viertägiges Kampieren auf dem Wrack und in Zelten. DampferCampbell". Fragwürdige Unterkunft und fragwürdige Gäste. Heiligenkreuz. Fauna des unteren Yukon. Andreawski. Kesselreparatur bei Alt Hamilton. Katlick. Ebbewirkung im unteren Yukon. Schärenfahrt. Ein vierstöckiger Holzkasten auf dem freien Meer. Glückliche Landung in St. Michael. Rückblick auf die Bedeutung und die Größen­verhältnisse des Yukon. Die größten Ströme der Erde überhaupt und Nord­amerikas im besonderen. Die Gefahren des Yukon. Kolonie von 200 Menschen erfroren. Ein Kolleg über Handelsrecht mit scharfen Gewehrsalven.

Von dem ausnehmend schönen Herbstwetter des Jahres 1906 begünstigt, hatte ich bis Mitte September in Fairbanks geweilt. Um diese Zeit muß man aber spätestens aufbrechen, wenn man in demselben Jahre noch auf dem Schiffahrtswege Nome er­reichen will, die große ozeanische Goldkolonie in der Nähe der Beringstraße. Denn wer mit der Abfahrt noch länger zögert, könnte mit seinem Schiff oder Boot leicht dem nordischen Winter entgegenfahren und in den Eisgang des unteren Yukon hineingeraten. Dank dem hellen Sonnenschein, der damals glücklicherweise auch in der zweiten Hälfte des September, ja sogar noch im Oktober in jenen hohen Breiten vorherrschte und das Hereinbrechen des arktischen Winters erheblich ver-