Südalaska und der Goldbergbau an primärer Lagerstätte.
Richtige Würdigung der Rentabilität primärer und sekundärer Goldlagerstätten. Die größten Goldklumpen der Welt. Alaska als Goldland ist noch im Jugendstadium. Douglasinsel und Gastineaukanal. Die Geschichte des Joseph Juneau. Die Hauptstadt von Alaska. John Treadwell und seine Mine. Gloria Hall. Statistik der Goldgewinnung in Südalaska. Günstige Lage der Treadwellminen. Wasserversorgung und Kraftversorgung. Talsperren und Erdöltanks, Forsunkafeuerung. Sanitäre und humanitäre Einrichtungen der Treadwellgesellschaf't. — Mittelpunkte des Indianertums in Südalaska: Sitka, Ketschikan, Wrangell, Metlakatla. Totems.
In deutschen geologischen und namentlich in deutschen Bankkreisen ist man vielfach bezüglich der Gewinnung des Goldes noch in einem sehr verhängnisvollen Irrtume befangen. Man meint, daß es in erster Linie darauf ankomme, die goldführenden Gesteinsgänge oder Goldquarzadern an ihrer ursprünglichen Lagerstätte aufzufinden und zu verfolgen. Diese Art des Bergbaues ist dem Deutschen von seinen einheimischen anderweitigen Erzvorkommen altgewohnt und vertraut, und daher glaubt man, dieser Methode müsse auch für das Gold die erste und wichtigste Bedeutung zukommen. Die Gewinnung des Waschgoldes aus Kiesen oder Sanden denkt man sich in ihren Erträgnissen unsicher und unberechenbar; die größte Ausbeute, so sagt man sich, müsse doch das feste Gestein liefern. Die schädlichen Folgen solcher vorgefaßten Meinung lassen sich z. B. sehr deutlich in unserer chinesischen Interessensphäre in Schantung beobachten.
Wie völlig verkehrt die eben vorgetragenen, leider bei uns weit verbreiteten Anschauungen sind, lehrt die Geschichte eines jeden Goldlandes. Mögen wir unsere Blicke nach Kalifornien richten oder nach Kolorado, nach Kotschgar im Ural, nach