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Englands Weltmacht in ihrer Entwicklung vom 17. Jahrhundert bis auf unsere Tage / von Wilhelm Langenbeck
Entstehung
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I. Kapitel.

Dir geographischen Grundlagen. Das mittelalterliche England.

Weltmacht und Weltpolitik, Welthandel und Weltverkehr wie umspinnt unsere Phantasie diese Begriffe mit der Idee des Kühnen, das frei ist von allem Kleinlichen, nicht haftet am Engen, sondern sich betätigen will über all die Weiten unseres Erdballs, Länder und Meere überwindend, die ganze Menschheit umspannend.

Und wenn Macht die Zauberrute ist, die alle Pforten springen läßt, so wächst mit dem Begriffe der Weltmacht vor unserer Phantasie ein gewaltiger Bau empor, dessen Fundamente nicht ruhen in eng begrenztem Gebiete, dem Bruchteile eines Kon­tinentes, ein Bau, kühn sich wölbend über Ländern der verschie­densten Zonen und Kontinente, unter seinem schützenden Dach beherbergend Völker mannigfaltig nach Nasse, Sprache und Kultur, und doch alle geeint durch das Machtgebot eines einzigen Herrschervolkes.

Schon das Altertum hat solche Weltreiche gezeitigt aber wie eng begrenzt erscheint unserer Vorstellung das Weltreich eines Alexander, das von Griechenland bis zum Amu Darja und Indus reichte! Und selbst das größte Weltreich des Altertums, das Römerreich, ein gewaltiger und wundervoller Bau von Themse, Rhein und Donau bis zum fernen Euphrat und Tigris und den Gestaden des Nils, wie schrumpft es zusammen, ge­messen an dem Maßstabe des größten Weltreiches unserer Tage, des größten, das die Geschichte kennt: des englischen.

Von den arktischen Gestaden Nordamerikas bis zur Insel­welt, die an die Antarktis grenzt, von den Kulturländern der Alten Welt bis zu den Ländern und Jnselmassen, die erst vor wenigen Jahrhunderten in den Gesichtskreis historischen Lebens

ANuG 174 - Langenbeck, Englands Weltmacht. 1