10. Kapitel.
Die erste Zeit deF AriegeF.
m Morgen des Ostersonntags, des 2. April 1893, war die ganze Bevölkerung von Groß- und Klein- Windhoek ailf den Beinen. Auf den Dächern der Häuser und von den eckigen Türmen wehten die Fahne» im Morgenwind, und uuten auf den weiten Plätzen vor der Festung und der neuerrichteten Wache herrschte frohes Getümmel. Ganz wie in einer kleinen Stadt kurz vor dem Beginn eines Festzngcs schob sich eine lachende, schwatzende, lärmende Menge hin und her. Auf erhöhtem Platze in der Nähe der Feste sammelten sich die Ansiedler, unter ihnen die vorgestern erst entlassenen Mannschaften, denen die lange entbehrte Zivilkleidung noch nicht so recht sitze» wollte. Und auf der freien Fläche marschierten kleine Trupps schwarzer und gelber Jungen auf und nieoer. Die Beine nur mit Papierhülsen bekleidet, welche Rciter- stiefel vorstellen sollten, exerzierten sie nach dem Takte richtig gepfiffener Melodien und nach einem aus Holländisch und Deutsch gemischten Kommando, unbekümmert nm das