3. Kapitel.
MintchocK.
F^^er cs unternimmt, die Landschaften des Damara- landes zu schildern, hat mit großen Schwierigkeiten zu rechnen. Die Fülle von Licht, die Glut der Farben beim Sonnenuntergaug, das leuchtende Sternenheer des Südeus und der schwermütige graublaue Duft, der über den endlosen Fernen liegt, verlangen die lebhafte Mitarbeit der Einbildungskraft des Lesers. Vor allem sind cs die Formen der Berge, der Absturz der Wäude, welche unbegangeue Schluchten und Thäler einschließen, und die ganze unheimlich anziehende Wildheit der unberührten Natur, die jeden Vergleich mit unseren mitteldeutschen Hochgebieten ausschließen. Während die Gneismassen, welche die Erhebungen des südlichen Damara- landes bilden, von der einen Seite oft ohne Mühe selbst zu Pferde zu ersteigen sind, bleibt das Tier plötzlich wie festgewurzelt stehen. Zu Füßeu des Reiters gähnt eine meilenbreite Thalspalte, auf der Gegenseite von neuen zerrissenen Erhebungen begrenzt. Die dunkelgrünen Baum-