Capitel VI.
Die Gründung der Station Baliburg. Januar bis April MZ.
Eindruck deS Landes. Schwierige Lage. Garegas Hartnäckigkeit. Beschluß des Stationsbaues. Freude im Volk und Festtanz. Der Bau der Station Baliburg. Blutsfreundschast. Besuche fremder Stämme. Charakteristik Garegas
und seiner Bali.
Nie werde ich den nächsten Morgen vergessen, der mich schon mit Sonnenaufgang auf dem Marktplatze sah. Es war ja der erste Monat der Trockenzeit, als wir nach Bali gekommen waren, und infolgedessen bot das Land den denkbar schönsten Anblick dar. Auf dem einen ungehinderten Ausblick nach Ost und West gewähreudeu oberen Kamm des Marktplatzes stehend, schaute ich gerade in die mit ewig junger Pracht über den Wädyobergen aufgehende Sonne. Während die mir zugekehrte, also westliche Seite dieser etwa 8 Kilometer entfernten Bergkette noch im dunklen Schatten ruhte und sich kaum einige waldbewachsene Stellen unterscheiden ließen, glitzerte und funkelte um mich her alles im ersten Lichte des jungen Morgens.
Die unteren Teile des Balidorfes lagen noch in beschaulicher Ruhe inmitten der Bananen, deren bethaute Blätter die frische Morgenluft kaum bewegte, nur aus den spitzen Strohdächern stieg hin und wieder eiu leichter, bläulicher Rauch zum Himmel empor. Jenseits des Dorfes schweifte der Blick hinaus über das saftige Grün eines welligen Graslandes, durch das hin uud wieder, rothlichen Bändern gleich, sich die Pfade der Eingeborenen schlangelten, indeß die Wasserläufe durch das