Capitel II.
Gründung und Wirksamkeit der Barombistation. M8.
Vorschläge beim Auswärtigen Amte. Dessen Stellung dazu. Beschluß der Gründung einer Station am Elescmtensee. Mit Lieutenant Zeuner nach Kamerun. Von Kamerun zum Elefantensee. Schwierigkeiten Makia's. Erste Niederlassung in Kumba, Der hohe Rath. Herr Essein. Die Lebensmittelfrage. Suche nach einem Platz für die Station. Ankaufspalaver. Beginn des Baues. Afrikanische Namengebung. Urwaldlichten. Afrikanischer Baustil. Das Leutehaus. Das Haus der Weißen. Anlage von Gemüse- und Neisvflanzungen. Die Magenfragc in Afrika. Stationsleben. Plantagendilettantismus. Wirkung der Station bei den Eingeborenen.
Die Monate Juni—August 1887 sahen mich somit aus deutschem Boden. Ich legte dem Auswärtigen Amte eine Denkschrift vor, worin ich die Anlage einer Reihe von Stationen, die staffelweise nach dem Innern vorgeschoben werden sollten, befürwortete. Diese Stationen hatten einem dreifachen Zwecke zu dienen:
1. Der Wissenschaft durch Entsendung von Gelehrten und Forschern.
2. Der Landwirthschaft durch Anlage von Versuchsstationen.
3. Dem Handel als Halt- und Stützpunkte sür Karawanen und einer zu bauenden Handelsstraße.
In jede Station sollte eine kleine Besatzung mit einem Europäer an der Spitze gelegt werden.
Das Auswärtige Amt nahm zwar die Grundgedanken dieser meiner Vorschläge an; doch sollte mit Rücksicht auf die Knappheit der zu Gebote stehenden Mittel vorerst nur eine Station