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Gedanken über Gemeinheitstheilungen und Vererbpachtungen geistlicher Grundstücke : auch Aufhebung der Spanndienste, insonderheit des Zwangdienstes der Unterthanen / Von Albrecht Friedrich Jahn, Königlich Preußischem Justizrathe ...
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meiner Neigung gemäß und aus Unbekanntschaft mit den orientalischen Sprachen, bestimmte ich mich zur Rechtögelehrsamkeit, und ließ mich mit­hin als LrnäiostliZ juris immatriculiren. Nun sah ich mich, zur Freude, unter akademischem Schuß vor militärischen Befehdrrngen geschert. In diesem frohen Gedanken vergaß ich gern alle Mühseligkeiten der Reise, und sann in stiller Ruhe über die neu angetretene Laufbahn nach. Aber wie ward mir nun hier! Unüberwindlich scheinende Hindernisse, je mein Ziel zu erreichen stellten sich meinen Betrachtungen dar. Mehr wie jemals wollte aller Muth mir entsin­ken. Ich fühlte es selbst zu lebhaft, wie wenig ich für die Universität völlig reif war; empfand wie meine Schuljahre mich nicht genugsam ge­bildet, und selbst die Zeit, der ich der Landwirth­schaft gelebt, manches von den erlernten Schul- wissenschaften vergessen gemacht hatte. Dieses ei­gene Gefühl, das zu laut in mir sprach, öffnete mir, zu vielem neuen Kummer, trübe Aussichten für die Zukunft. Unmöglich, dachte ich, könnerk zwei Jahre zureichen, um theils das an Schul- kenntnissen dir noch fehlende durch Privatanwei- sung und Fleiß nachzuholen, theils die im juristi­schen Fache erforderlichen Kenntnisse einzusam-