KchluHn?ort.
unmehr ist meine Wanderung zu Ende. Bis diese Zeilen in Europa gelesen werden, habe ich den Kilimandscharo wieder verlassen, um im großen Waisenhause von Bagamoyo oder anderswo — wie Gott will! — meine Thätigkeit fortzusetzen.
Betet für uns! Wir bedürfen dringend Eures Gebetes, das den Thau des göttlichen Segens auf uusere Arbeiten herabruft. Wie unendlich viel ist hier noch zn schaffen! Wie wenigen Völkerschaften ist erst eben das Licht des Glaubens angezündet! Helfet
uns! So . gern wir um Gottes Lohn arbeiten, so sehr wir unsere eigenen Bedürfnisse einschränken — ohne Mittel geht es nicht. Unendlich viel Gutes könnten meine Brüder mehr leisten, wenn sie nicht stets durch die große Frage gehemmt würden: woher die Mittel nehmen? Hier ist kein Almosen verloren, auch das geringste trägt gute Früchte für ferne Jahrhunderte hinaus.
Vergesset auch nicht unser deutsches Noviziat in Knechtsteden am
I>. Schneider, e. 8. 8p.
Rhein! Von dorther müssen sie kommen, die uns ablösen, uns verstärken, uns ersetzen, wenn wir zur Ruhe gebettet. An Missionären fehlt es uns sehr, und Knechtsteden ist — leider! — noch lange nicht im Stande, den Ansprüchen zu genügen. Die alten Ruinen müssen aus dem Schutt erstehen, damit es eine ergiebige Pflanzschule für unsere Mission werden kann.
Ich nehme nun Abschied von den freundlichen Lesern, aber nur in diesen Blättern. So Gott es nicht anders
bestimmt, werde ich noch häufig berichteu in den Spalten der verdienten Zeitschrift „Kreuz und Schwert". Dort, wo sich die Berichte aus allen Missionen sammeln, sollen auch die unseren niemals fehlen. Ist doch für uns Missionäre selbst das Lesen dieser Hefte seit Jahren stets eine Erfrischung und Ermutigung.
So hoffe ich denn auch in Zukunft mit Deutschlands wackeren Katholiken in geistigem Verkehr zu bleiben. Möge reicher Segen daraus entsprießen für unsere herrliche deutsche Kolonie Ostafrika. Das walte Gott!
?. Wophil. Schneider.
Freundliche Gaben sende man an Herrn Redakteur Helmes, Münster i. W., Wilhelmstraße 21.
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