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Bremen : ein Führer durch die Stadt und ihre Umgebungen / von Robert Geißler
Entstehung
Seite
65
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AmWrs NüMI.

Älthrrgrlirachtrs. Lremrusten.

Trachcen. Klostercchsen. Dieuftbctcmnaelt.

Bremen ist stark in rer Neubildung begriffe» und Zopf auf Zopf scheint zu falle». Dabei werden aber doch manche tief cingcwurzeltc Gewohnheiten »och lange bleiben und die speziell bremische Färbung so leicht nicht verwischt werden. Ilnd cs kann und soll ja auch nicht anders sein. Es gicbt noch kleine klebcrblcibscl von Volkstrachten bei der ländlichen Bevölkerung; ein Gang über den Wochenmarkt liefert den Augenschein. Vor allem auffallend ist da eine weiße Haube, das Gesicht der Bäuerinnen fast zur Hälfte von allen Seiten verhüllend; da ist manch andere eigcnthnmlichc Kopfbedeckung der Bäuerinnen und namentlich der reichverzierte Korb, wie er auf dem Kopfe getragen wird. Etwas sonderbare Anzüge der Rarhsdicncr sollen, wie man Hort, gerade jetzt mir moderner Tracht vertauscht werden. Von stehender malerischer Eigcn- ihümlichkeit sind aber die durch das Gewerbe bedingten Schiffer- und Fischcranzügc, namentlich die hinten mit breiter Klappe den Nacken schützenden Hute. Von der ffebenswcisc wie von der Kleidung kann man sagen, daß in Bremen wie in Hamburg dasdeftige", d. h. das Dauerhafte, Kräftige, be­sonders gilt. Ein gutes Stück Rindfleisch in den Leib, einen

Breme». 5,