Drittes LuMel.
öedcntuilg Sremrns.
Der Handel. — ErwerböverhLltmsse.
Wer etwa von Hamburg oder gar von dein lärmenden London herüber kommt und dann die Stille in vielen Straßen unserer Stadt sicht, wo freilich wohl Güterwagen, Handkarren und dcrgl. die Handelsstadt andeuten, aber doch in so umfang- loser Weise, so ruhig und nüchtern, der wird nicht leicht an die mächtigen Ziffern glauben wollen, welche ans den handels- statistischcn Tabellen hcrvorschauen. Kein lärmendes Hafcn- lcbcn, — wie sollte cs auch, da der bremische Seehafen zehn Meilen weiter unten liegt —; kein Schreien und Stoßen: das ist der Nasse hierorts nicht eigen; wenig Frachtvcrkchr aus den Straßen — sind doch die meisten Lagerhäuser und Speicher in dem Thcile der Altstaot, Len Fremde, die mit der Eisenbahn kommen, nicht so leicht betreten! Und doch ist in Bremen ein Stück deutschen Lebens, deutscher Geltung nach außen in Blüte, wie cs nur von Hamburg übcrtroffcn wird.
Es ist eiu wunderbares Ding mit dem Welthandel, der aus engen düsteren Schreibstuben seine Fäden herausspinnt, welche die Erde umspannen. Es ist ähnlich wie mit der Wissenschaft,