Heft 
(2008) Bd. 5. [Wohnen]
Seite
68
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Denkmalpflege in Bremen Heft 5

Ottmar Struwe

»Anders wohnen« in ehemaligen Verwaltungs- und Schulbauten

Viele frühere Verwaltungs- und Schulbauten mit Denkmalstatus werden in letzter Zeit von staatlicher und kommunaler Seite aufgegeben, sei es aufgrund von Spar- und Verwertungs- zwängen, Effekten der Verwaltungsreform oder von sinkenden Schülerzahlen. Oft wird vom Investor eine Umnutzung einem Abriss mit nachfolgendem Neubau vorgezogen. Die in der Regel sehr solide ausgeführten öffentlichen Bauten bieten meist von der Bausubstanz her gute wirtschaftliche Voraussetzungen dazu. Nicht immer einfach gestaltet sich hingegen die Umnutzung aufgrund der räumlichen und grundrisslichen Disposition. Neben gewerb­lichen Nutzungen verschiedener Art kommt

durchaus auch oft eine Wohnnutzung in Be­tracht. Wie solche Projekte erfolgreich - auch unter Beachtung denkmalpflegerischer Belan­ge - durchgeführt werden können, illustrieren zwei Beispiele aus Bremerhaven und Bremen.

Hauptzollamt Bremerhaven

Das Gebäude des langjährigen Hauptzoll­amtes Bremerhaven wurde ursprünglich am 1. Juli 1908 als Hauptzollamt zu Geestemün­de in Benutzung genommen. Es lag damals di­rekt an der Ein- und Ausfahrt zum Freigebiet des Handelshafens an der Bahnhofsallee, der

Ehemaliges Hauptzollamt Geestemünde, Entwurfzeichnung der Hauptfassade, 1906