Kirsch - Villen- und Landhausvielfalt in Bremen und Bremerhaven
Rolf Kirsch
Villen- und Landhausvielfalt in Bremen und Bremerhaven
Wenn man das Thema »Villen und Landhäuser in Bremen und Bremerhaven« knapp zusammenfassen möchte, hat man sofort die Qual der Wahl. Trotz zahlreicher gravierender Verluste - hier sei auf den Beitrag von Georg Skale- cki in diesem Heft verwiesen - ist der Bestand noch immer so groß und vielgestaltig, dass die Auswahl schwer fällt. Sie muss notgedrungen ein wenig subjektiv ausfallen, und viele schöne Objekte, die man gerne noch in Wort und Bild vorgestellt hätte, können hier nicht präsentiert werden. Es ist aber versucht worden, ein möglichst breites und einigermaßen repräsentatives Potpourri zusammenzustellen. Ziel war es, beginnend bei den Bremer Landsitzen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts und endend bei den
Landhäusern der 1950er-Jahre, alle Epochen und Baustile einigermaßen zu berücksichtigen und auch einige »Exoten« vorzustellen. Alle im Folgenden erwähnten noch erhaltenen Häuser stehen heute unter Denkmalschutz.
Gegen Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts begannen reiche Bremer, sich Landhäuser in schönen Gegenden im Umkreis der Stadt zu errichten. Die frühesten erhaltenen Exemplare sind »Poppes Landgut«, Arsterdamm 10, um 1770 im ausklingenden Rokoko erbaut, heute Restaurant, und das etwa gleichzeitig von dem Bremer Arzt Dr. med. Carl von Ransfeld als Sommersitz errichtete sogenannte »Doktorhaus« am Lesumdeich, Lesumbroker Landstraße 110, ebenfalls ein recht bescheidener Bau, mit
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Haus »Landruhe«
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