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Kapitel 8.
Steuern und Abgaben.
Finanzielle Ergeb- Während im Vorjahres die eigenen Einnahmen des Schutzgebiets einen
Nisse des Berichts- Rückgang um rund 12 Prozent auswiesen, ist im Berichtsjahre wieder eine Stei- i"bres. gerung eingetreten. Insgesamt sind 2 399 000,49 eingekommen. In diesem Betrage liegen einige neu hinzugetretene Einnahmeposten, die lediglich Bruttoerträgnifse darstellen, wie die Einnahmen aus dem Betriebe der Tsingtauer Werft mit 6 0 3 6 6 7,33 -/Ach, die Lösch-, Lade- und Lagerhausgebühren mit 3 9 5 5 7 4,92 -/A, denen Ausgaben in Höhe von 5 9 3 7 1 2,76 und 82 7 0 7,85-/A gegenüberstehen. Nach Abzug dieser beiden Ausgabeposten, die ebenso wie die von der chinesischen Regierung als Beitrag für die Unterhaltung der deutsch-chinesischen Hochschule eingezahlte erste Rate von 10 000 -/A bei einer Gegenüberstellung außer Ansatz bleiben mußten, verbleibt für das Berichtsjahr eine Einnahme von 1 712 580,»8die Steigerung gegen die Einnahme des Vorjahres — 1 434 076,o,-/A — beträgt hiernach rechnungsmäßig etwa 19^ Prozent.
Einfluß des Dollar- Tatsächlich ist aber das Prozentvcrhältnis noch günstiger. Schon in der
kurzes. letzten Denkschrift^ ist darauf hingewiesen worden, daß die Steuern, Abgaben und sonstigen Erträgnisse, mit verschwindenden Ausnahmen, in mexikanischer Dollarwährung festgesetzt sind und in Silber gezahlt werden. Da nun die gezahlten Beträge bei der Gouvernementskasse zum jeweiligen Kaffenkurs in Markwährung umgerechnet und gebucht werden, so wird bei niedrigem Dollarkurs auch eine geringere Einnahme rechnungsmäßig nachgewiesen. Im Berichtsjahr ist aber mit dem weiteren Fallen des Silberpreises der Durchschnittskurs des mexikanischen Dollars, der im Vorjahre nach den Geldbeschaffungen der Gouvernementskaffe noch 1,88 betrug, aus 1,76 -/A gesunken. Es ergibt sich hieraus, daß tatsächlich die Zunahme bei den meisten Positionen der regelmäßigen Einnahmen noch erheblich höher als mit 19'/., Prozent angesetzt werden kann.
Wenn einzelne Einnahmepositionen hinter dem Vorjahre zurückblicken, so ist dieses lediglich aus formale, d. h. aus der Art der Berechnung beruhende Gründe zurückzuführen. So erscheinen bei den »Pachterträgniffen und Ziegeleiabgaben« sowie bei den »Hafengebühren und Lotsengcld« für das Berichtsjahr geringere Einnahmeposten als für den gleichen Zeitraum des Borjahres: 59 401,44 und 156 011,4,
') Vgl. Denkschrift 1907/08, S. 9 und 66.
2) Die Fahlen geben den rein kasfenmäßigen Abschluß Anfang Oktober 1909 wieder. Hieraus können auf das am Ende des Rechnungsjahres 1909 zu ermittelnde Betriebsergebnis der T-singtauer Werft Schlüsse nicht gezogen werden. Beispielsweise waren am 1. Oktober 1909 für eine ganze Reihe von fertigen Arbeiten, auf die Ausgaben verrechnet worden sind, Einnahmebeträge noch nicht eingegangen und verbucht. °) Vgl. Denkschrift 1907/08, S. 9.