Allgemeines.
I. Hafenbauten.
Arbeiten am großen Hafen.
Mole I und ll.
Liegcstelle für Petroleumschiffe.
Umschlicßungsdamm.
Kapitel 6.
Bauwesen.
Die zur ersten Einrichtung des Schutzgebiets erforderlichen Bauten nähern sich ihrem Abschluß.
Die Hafenbauten — einschließlich Werft — sind im wesentlichen bis auf die Nebenanlagen (Lagerhäuser, Eisenbahnanschlüsse, Geländebefestigungen) fertiggestellt.
Das neue Litsun-Wasserwerk ist in Betrieb genommen. Die Wasserleitung, Kanalisation und Straßen sind der Entwicklung der Stadt Tsingtau entsprechend weiter ausgebaut.
Die zur Unterbringung der Besatzung erforderlichen Hochbauten sind in der Hauptsache fertiggestellt, so daß nunmehr sämtliche Mannschaften in massiven, angemessen ausgestatteten Kasernen wohnen. Auch die Behörden des Gouvernements sind bis aus das Gericht und die Garnisonverwaltung nicht mehr in provisorischen Unterkunftsräumen, sondern in neuerbauten massiven Gebäuden untergebracht. An wesentlichen Hochbauten sind zur Zeit noch in Ausführung: die Christuskirche (Stiftung des deutschen evangelischen Kirchenausschusses), das Observatorium (Stiftung des Verbandes der deutschen Flottenvereine im Ausland) und die Bauten für die Deutsch- Chinesische Hochschule.
Im einzelnen ist über die Bauausführungen im Berichtsjahr anzuführen:
Von den an der Zufahrtsstraße und an der Wurzel von Mole l stehenden Privatspeichern wurden 8 mit einer Grundfläche von rund 4 400 gm angekauft und der Kajenverwaltung übergeben. Die Speicher sind untereinander und mit dem auf Mole I befindlichen Schuppen durch ein 600 m langes Gleis von 60 ein Spurweite verbunden.
Weitere 18 800 Lagerflächen wurden auf Mole I und II durch Schotterung befestigt und entwässert. Der Zuschlag für den Ausbau der Anfahrtsstraße zu den beiden Molen ist erteilt/ mit den Arbeiten wurde Ende September 1909 begonnen.
Die Reibepfahlanlage der Kaimauern an der Südstrecke des Werftgebietes und an der Wurzel von Mole ll ist ergänzt worden.
Geländeaufhöhung und Uferbefestigung für die Petroleummole sind beendet. Zum Abholen und Drehen der Schiffe im Becken vor der Petroleummole wurde ein Dückdalben südlich des Beckens errichtet. Für die Lagerung von Petroleum in Kisten wurde ein Schuppen von 800 «pur Grundfläche von der Zufahrtsstraße nach dem Gelände an der Wurzel der Petroleummole versetzt.
Der Umschließungsdamm wird bis zur Werft zum Schutze der Leitungen und der Gleisanlage sowie zur Herstellung einer Zufahrtsstraße zur Werft uach der Biuuenseite verbreitert und abgepflastert werden. Die Strecke östlich der Hafeninsel ist zum größten Teile bereits fertiggestellt. Die Kronenbreite des Dammes auf der Höhe von 5,5« ^l. H. beträgt jetzt 16 m. Eingebaut sind 36 000 cbm Bruchsteine, 500 cdm Kies und 25 000 edin Sand.