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Beiträge zur Völkerkunde des Togo-Gebietes / von Rudolf Plehn
Entstehung
Seite
19
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Plehn : Beiträge zur Völkerkunde des Togo - Gebietes.

1!)

Felsen in die Höhe gebaut, und ich sah einen Versammlungsplatz, der ein reguläres, natürliches Amphitheater darstellte.

Ich glaube, wir haben es auch hier mit einem abgesprengten Völker­splitter oder den Trümmern eines früher vernichteten Stammes zu thun.

Jedenfalls würde eine nähere Untersuchung die Mühe lohnen.

Hüüenbau.

In dem Theil des Togo-Hinterlandes, der südlich vom S.Grad liegt, unterscheide ich vier Hauptarten von Häusern der Eingeborenen (s. die Fi­guren Tafel 1 und 2).

A. Das Haus ohne Oberstock, mit Satteldach, mit offenem, selten geschlossenem Giebel und rechteckigem Grundriss.

Es wird zum Bau dieses Hauses zunächst ein Gerippe aus Stangen hergestellt, dieselben werden mit Palmblattrippen durchflochten und die Wände dann mit Lehm beworfen. Das Deckmaterial für das ebenfalls aus Stangen hergestellte Dach, das den Wänden aufliegt, bilden Gras oder Palmblätter.

Es werden in diesem Baustil auch offene Hallen hergestellt, bei denen die Wände dann eben fortgelassen werden. Das Dach ruht dann auf Pfählen.

Die Dimensionen dieser Hausart sind so verschieden, dass es nicht lohnt, Zahlen zu nennen, ebenso verhält es sich mit der inneren Ein­richtung.

Häufig werden auch europäische Bauarten nachgeahmt, man umgiebt das Haus mit einer Veranda und dergl. Die Thüröffnungen sind recht­eckig; wo nicht bereits europäische Thüren eingeführt sind, wird die Öffnung durch eine steife Palmblattrippen-Matte geschlossen, die man mit einem Stock festklemmt. Fensteröffnungen sind oft vorhanden. Oft werden bei dieser Bauart mehrere Häuser zu einem Gehöft vereinigt, meist um­giebt man dasselbe mit Palmrippenzäunen oder auch mit dünnen Lehm­mauern (Nkunya), die an die Hauswände anschliessen.

B. Die Hütte mit rundem oder quadratischem Grundriss mit Kegel­dach. Meist werden die Wände ohne inneres Gerippe nur aus Lehm hergestellt. Das Dach liegt in diesem Falle auf den Wänden nicht auf, sondern es ruht auf ausserhalb der Wand stehenden Stützen. Zuweilen wird es in der Mitte durch eine lange senkrechte Stange gestützt. Uber die Spitze des Daches wird bisweilen ein Thontopf gegen das Eindringen des Regens gestülpt. Falls die Lehmwand ein inneres Gerippe von Stangen oder Palmrippen erhält, ruht das Dach bisweilen auf der Wand selbst. Ich habe dies in Atakpame gesehen.

Die Thür ist meist ein ziemlich kleines, unregelmässig ovales Loch; sie wird auch durch eine festgeklemmte Palmrippenmatte geschlossen.

Wo diese Bauart angewandt wird, stehen die Gebäude meist einzeln, zu Gehöften vereinigt habe ich sie jedoch auch zuweilen gesehen (Atakpame).

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