[
Allgemeines.
Das Gebiet, in dem ich völkerkundliche Untersuchungen betriehen habe, deckt sich ungefähr mit dem Verwaltungsbezirk der Station Misahöhe. Es beginnt im S. bei + 6° 20' cp, geht im NW. am Volta hinauf bis zur Mündung des Asuokoko (cp — etwa 7° 20'); im NW. bildet dann der Asuo- koko die Grenze bis etwa zum 8° cp. Die N.- Grenze bildet dann der breite Wildnissstreifen zwischen Kebu und Akposso und Adeli. Im NO. ist Atak- pame die äusserste zugehörige Landschaft, und im 0. bildet der Mono die ungefähre Grenze. 1
Wir finden in diesem Gebiet die Wohnstätten einer Anzahl kleiner Stämme von ausgesprochener Eigenart, auf die von allen Seiten starke Macht- und Cultureinflüsse eindringen.
An den Rändern des Gebietes und an den Verkehrsadern haben diese Einflüsse schon viel nivellirt und ausgeglichen, während in seinem Innern noch scharf individualisirte Stämme leben. Bei meinen Untersuchungen habe ich vorzugsweise diese kleinen Stammindividuen, über die bisher nur wenig bekannt war, zum Gegenstand gewählt.
Um das sich darbietende Völkerbild leichter verständlich zu machen, gebe ich in gröbsten Umrissen und rein morphologisch eine Beschreibung der Terrain - Gestaltung des Gebietes.
Die Streichrichtung der Gebirge zwischen Volta und Mono geht in der Hauptsache von SW. nach NO. In der Mitte, ziehen sich als Hauptzug die sogenannten Fetischberge hin, die in einzelnen Punkten über 1000 m hoch ansteigen und die in Akposso und Deine kleine Hochplateaus von etwa 900 m Höhe bilden.
Die Fetischberge sind die Wasserscheide zwischen dem Volta einerseits und dem Mono und seinen unbedeutenden Parallelhussen Haho und Sio andererseits. Sie sind an einzelnen Stellen von tiefen, bis fast zum Niveau der angrenzenden Ebene- hinabreichenden Erosionsthälern durchschnitten und stürzen an vielen Stellen schroff und felsig nach O. und W. ab. Sie sind reich an nie versiegenden Quellen und Bächen und haben grosse Strecken äusserst fruchtbaren Landes.
l