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Viertes Kapitel.
Das Unternehmen gegen den Waterberg.
Nach dein Norden. — Anf neuer Padd. — Auf Pfcrdewache. — Neue Bekanntschaften und Beobachtungen. — Das Geschick der Station Oas. — An neuen Wasserstellen und Pferdeposten. — Etwas von Hcndrick und den Witbois. — In Erindi- Ongoahere. — Waterberg. — Estorff, „der alte Römer". — Kampf um die Wasserstelle Hamakari. — Am Massengrab.
eunter Juli. 3"" Uhr nachmittags rückte Exzellenz v. Trotha mit seinen! Hauptquartier nach dein Norden ab. Die Ochsenwagen folgten als zweite Staffel. Von Otjosazn wurde ich am anderen Tage 11"" Uhr vormittags als Patrouille zurückgesandt, um nach dein Verbleib der Ochsenwagen zu sehen. Ich stieß auf eine Ochsenkarre, die der alte Afrikaner M. führte. Sie nötigten mich zur Rast, und ich Half ihnen ihre Perlhühner verzehren, die sie früh geschossen hatten. Afrikanische Gastfreundschaft ist doch etwas Schönes. 14° Uhr verließ ich die Kameraden, ohne gerade Günstiges über das Fortkommen unserer Ochsenwagen gehört zu haben. Eine Stunde später traf ich auf eine zweite Karre, deren Führer ebenfalls über schlechte Ochsen und schweres Vorwärtskommen klagte. Gegen 4"o Uhr kamen unweit Okahandja endlich unsere Ochsenwagen in Sicht. Der Führer und seine Leute waren erst vor kurzer Zeit ins Land gekommen und zum ersten Male auf der Padd. Diesem Umstände war Wohl hauptsächlich das schlechte Vorwärtskommen der Wagen zuzuschreiben. Meine wenn auch nur geringen Erfahrungen kamen dein Führer doch zusteckten, außerdem kannte ich ja auch die Padd. Um Uhr machten wir eine Stunde Rast, um dann bisOtjusazu durchzu- trecken, wo wir um 10"° Uhr glatt ankamen. Mit einem Reiter war ich vorausgeritten, um die bevorstehende Ankunft der Ochsenwagen dem Etappenkommandanten, Oberleutnant G., zu melden und alles für die Ankunft der Wagen bereitzuhalten. Um 12"" Uhr nachts kamen wir endlich zur Ruhe. Von dem Anerbieten, in der Missionskirche zu schlafen, wollte niemand Gebrauch machen, da ein starker Karbol-