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Gegen die Herero 1904/1905 : Tagebuchaufzeichnungen / von Max Belwe
Entstehung
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Erstes Raxikel.

Nn Bord derLurie Woerrnann".

Muß i denn, muß i denn zum Städtle hinaus." Leben und Treiben an Bord. Dover. Im Golf von Biscaya. Seekrankheit. Las Palmas. Hafen­händler und Kohlenverlader. Ade Hispania! Meeresleuchten. Begegnung mitEleonore Woermann". Monrovia. Schwarze Führer an Bord. Äquatortaufe. Im deutschen Hafen Swakopmund.

Berlin, im Januar 1904.

Regimcnts-Gcschäftszimmcr des 3. Garde-Regiments zu Fuß.

15. Januar war das Telegramm des Generalkommandos des Gardekorps eingegangen, wonach infolge der in Teutsch- Südwestafrika ausgebrochenen Unruhen Freiwillige der- langt wurden. Wahrend ich das Telegramm in die Regi­mentsparole aufnahm (ich arbeitete auf dem Bureau als Hilss- fchreiber), war auch mein Entschluß gefaßt. Tatendrang und Begeisterung einerseits, der berechtigte Trieb, Land und Leute im Auslande kennen zu lernen anderseits, veranlaßten mich, in die Schutztruppe für Deutfch-Südwestafrika überzutreten. Das Schick­sal schien mir jedoch nicht günstig; wenigstens sollte ich zum ersten Transport nicht mitkommen. Mittlerweile trat das Marine-Expedi- tionskorps zusammen. Ein Offizier meines Regiments, der zum Adjutanten des Führers des erwähnten Korps ernannt und zum 1. Seebataillon versetzt wurde, leitete aus meine Bitte meine Ver­setzung zum Stäbe des Marine-Expeditionskorps in die Wege. Am 1. Februar 1904 schied ich daraufhin vom Regiment und somit von der Armee, aus, nunmehr der Marine ungehörig.

Bereits am 6. Februar befand ich mich an Bord des Dampfers Lucie Woermann".

Das Marine-Expeditionskorps, am 17. Januar mittags mobili­siert, hatte schon am 21. Januar mittags an Bord des Dampfers Darmstadt" Wilhelmshaven verlassen.

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