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Gegen die Herero 1904/1905 : Tagebuchaufzeichnungen / von Max Belwe
Entstehung
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Zweites Kapitel.

Airs afrikanischem Boden.

Terrainverhältnisse der Kolonie. Erste Eindrücke. In Karibib. Termiten­hügel. Pontoks. Erste Spuren des Krieges. In Okahandja. Wir richten uns wohnlich ein. In Erwartung eines Angriffs. Oberst Leutwein als Gast. Pech beim Geburlstagsglühwein." Reitversuche. In Windhuk. Gefecht bei Owikokorero. Hauptmann v. Franxois 's. Berichte über die ersten Feind­seligkeiten der Ausständigen um Windhuk, am Waterberg und in Okahandja.

Hin und her.

Zweiten März. Wir sitzen im Eisenbahnzuge. Die Wagen sind eine Art Pserdebahnwagen und rasseln fürchterlich. Auf Station Rossing ließ ich mich wiegen; es wurden 145 Pfund festgestellt. Wir fuhren bis Jakalswater (Schakalswasser), wo wir übernachteten. Verpflegung und Quartiere find für hiesige Verhältnisse gut, wie ich überhaupt bis jetzt meine Erwartungen übertroffen sehe. Allerdings ist ja der erste Eindruck, den malt, vom Meere kommend, von dem Lande gewinnt, der großer, trostloser Öde, den auch keine Spur von Leben mildert. Ist doch dem Lande eilt wasserloser Wüstengürtel vorgelagert, der im allgemeinen 50 bis 60 llm breit ist und sich im Süden auf 100 llm erweitert. Aus rotem Sand zufammengewehte Dünen türmen sich zu einer Höhe von 30 m und mehr auf; weiter im Osten ragen hie und da granitene Spitzen aus dem Sande empor. Nach dem Innern zu steigt dann das Ge­lände verhältnismäßig schnell an;'60 bis 80 llin voni Meere ab mit eitler Höhe von 400 in über dem Meeresspiegel beginnend bis zn 1620 m Höhe bei einer Entfernung pon 300 llm (Windhuk). Von da an fällt es ostwärts allmählich ab zu der sandigen Ebene der Kalahari.

Am anderen Morgen setzten wir unsere Reise fort; gegen Abend sollten wir in Karibib eintreffen. Die Hitze ist in den Mittagsstunden am drückendsten. Der ungewohnte Tropenhelm erwies sich da als praktisch. Nach Möglichkeit unterhalte ich mich mit den Bewohnern. Selbstverständlich bildet der Krieg (Orlog aus Holländisch genannt)