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Unsere Kolonialwirtschaft in ihrer Bedeutung für Industrie und Arbeiterschaft
Entstehung
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VIII. Nahrungs- und Genußmittel (Kolonialwaren).

Unter Kolonialwaren werden gemeinhin alle die Nahrungs- und Genußmittel verstanden, welche Europa gar nicht oder nur in beschränktem Maße hervorbringt, Artikel, deren Verbrauch, früher mehr oder weniger ausschließlich auf die wohlhabenderen Bevölke­rungsschichten beschränkt, allmählich auf die weitesten Kreise des Volkes übergegangen ist und heute zur Lebenshaltung aller Bevölke­rungsklassen gehört.

Zu diesen ist vor allen anderen der Kakao zu rechnen, der ein Volksgetränk im besten Sinne des Wortes zu werden verspricht.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Einfuhr von Kakaobohnen nach Deutschland:

Jahr

Kakaobohnen ;

| Jahr

i

Kakaobohnen

Tonnen

Mill. M

Tonnen

Mill. M

1880.

2 247

2,9

1900 ....

19 254

28,7

1883.

2 629

3,9

1901 ....

18517

24,7

1S86.

3687

5,9

1902 ....

20 687

26,2

1889.

5 565

7,5

1903 ....

21 634

26,0

1892.

7 461

10,9

1904 ....

27 101

32,5

1895.

9 95 i

10,6

1905 ....

29633

33 ,o

189S.

15 860

23,2

1906 ....

35 682

41,2

1899.

18 272

24,9

1907 ....

34 515

62,2

Sie hat sich sonach in den letzten 27 Jahren der Menge nach auf mehr als das Fünfzehnfache vermehrt.

Die Ausfuhr von rohem Kakao ist unbedeutend. Sie belief sich im Jahre 1907 auf 139 t im Werte von in OOO M. Erheblichere Mengen wurden dagegen an Kakaofabrikaten und Nebenprodukten oder solchen Erzeugnissen ausgeführt, bei denen Kakao einen wesent­lichen Bestandteil bildete.