Die europäische Zuwanderung zu den deutschen Siede- lungen im Staate Rio Grande do Sul hielt sich wie in den dreißiger Zähren so auch in der Folgezeit in sehr beschränkten Grenzen. Erst gegen Ende der fünfziger Zähre wurde sie etwas stärker. Zu ihr hinzu kommen um diese Zeit die Deutschen und Schweizer, welche sich aus dem Halbpachtverhältnis frei gearbeitet hatten und nach dem Süden übersiedelten, beziehungsweise von der Regierung aus ihm befreit dorthin versetzt wurden. Es liegen über die Zuwanderung im Staate Rio Grande do Sul folgende statistische Angaben vor:
1844
66 Einwanderer,
1852
597
Einwanderer,
5
87
3
332
6
1515
4
382
7
621
5
439
8
124
6
429
9
65 I
7
1522
1850
128
8
1928
1
289
9
2576
«
Vor allem war aber die eigene Vermehrung der deutschen Bevölkerung außerordentlich groß. Je mehr Kinder ein Ansiedler hatte, die in seinem Wirtschaftsbetriebe mehr Arbeitskräfte bedeuteten, um so besser kam er voran. Waren die Kinder herangewachsen, so nahmen sie zur Begründung eines eigenen Hausstandes neues Land unter Kultur. Über den ursprünglichen Kolonialbezirk Sao Leopoldos dehnten sich die Niederlassungen daher bald im Tale des Rio dos Sinos weiter j hinauf. Zwei Leguas von Sao Leopoldo, welches im Zähre / 1835 von der Regierung zum Stadtplatz erhoben wurde und ^ 1864 die Rechte einer Stadt erhielt, entstanden die Dörfer