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Der deutsche Gedanke in der Welt / Paul Rohrbach
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VIERTES KAPITEL

KRÄFTE UND KRÜCKEN

Wir haben bisher versucht, die Hemmungen darzu­stellen, die aus unsrer Volksgeschichte und aus ihrer Einwirkung auf den Volkscharakter für unser Auf­steigen unter den Völkern resultieren, und wir unter­nahmen es darnach, einen Überblick über unsere trotzdem vorhandene materielleLeistungsfähigkeitzu geben. Be­vor wir uns nun an die Aufgabe machen, praktische Richtlinien für die Arbeit am deutschen Gedanken in der außerdeutschen Welt aufzustellen, müssen wir noch Klarheit über eine weitere Vorfrage haben, die von größerer Bedeutung ist, als alles bis­her Gesagte, und die über unsere tatsächliche Befähigung zum Weltvolk entscheidet. Sie lautet: Was vermögen die in unserem Volksinneren vorhandene idealen Kräfte po­sitiv aufbauend jenen Hemmungen gegenüber zu leisten und wieweit behalten die schädigenden Mächte die Oberhand?

Demgegenüber könnte allerdings jemand meinen, da es ja bereits festgestellt sei, daß uns die größte politische Tugend, die Fähigkeit, das Trennende um des nationalen Fortschritts willen hinter dem Einigenden zurückzustellen, in beklagens-