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10 Jahre Frauenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft : Festschrift zum 11. Juni 1918 / [hrsg. vom Ausschuß des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft]
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dere Sehnsucht hatten. In kleinen Kriegsgefangenen- paketen sind sie richtig ans Ziel gelangt und haben viel Freude bereitet. Line große Anzahl vollständiger Jahrgänge verschiedener Zeitschriften, sowie Bücher politischen Inhalts, deren versand von den Englän­dern nicht gestattet ist, wurde örtlichen Lazaretten ge­spendet. während des ganzen Krieges haben einzelne unserer Abteilungen zum Besten unserer Feldgrauen oder der Vergessenen im Felde Bücher gesammelt, um denen, die auf einsamem Vorposten stehen, geistige An­regung zu bringen. Dank der Gebefreudigst seines Schatzmeisters Dr. Hardy konnte der Frauenbund ein halbes Jahr lang wöchentlich HOOO Nummern von Aolonie und Heimat" ins Feld schicken und auch dort für den kolonialen Gedanken werben.

Kriegsarbeiten.

u) Der Koloniale H i l f s a u s s ch u ß.

Am s8. August ldlH beschloß der Frauenbunds angeregt durch ein Schreiben Seiner Exzellenz, des Herrn Staatssekretärs Dr. Solf, und des stellvertr. ge- schäftsführenden Vizepräsidenten der D. K. G., sich letzterer anzuschließen zur Begründung eines Kolo­nialen H i l f s a u s s ch u s s e s. In Deutschland weilten bei Kriegsausbruch eine Reihe von Personen aus den Kolonien, darunter viele Frauen und Kinder, die durch den Krieg plötzlich von den Geldsendungen ihrer Ernährer abgeschnitten und in große Not geraten waren. Ihnen sollte zunächst durch Darlehen geholfen werden.