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10 Jahre Frauenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft : Festschrift zum 11. Juni 1918 / [hrsg. vom Ausschuß des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft]
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schwieriger Lage befanden. Den Bedürftigsten unter ihnen wurde die Miete gestundet.

So dient das Heimathaus zurzeit wenigstens einem vaterländischen Zweck.

Das Jugendheim in Lüderitzbucht,

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Die Erziehung weißer Kinder durch schwarze Dienstboten bedeutet immer eine große Gefahr für erstere. Darum hat sich die Anlage deutscher Kinder­gärten in unseren Siedlungen als durchaus notwendig erwiesen. Die Kinder lernen dort Heimatart und deutsche Sitte und erlangen eine gewisse Disziplin, die die Grundlage ihrer Eharakterentwicklung bildet. In dieser Erkenntnis legte die Gattin des früheren Gouverneurs von Südwestafrika Frau von Schuck- mann es der Abteilung Lüderitzbucht nahe, ein Jugendheim zu gründen, das gleichzeitig eine Ergän­zung des Heimathauses bildete, indem es den durch­reisenden Mädchen Schutz und Aufnahme gewährte. Auch sollte seine Leiterin die in Lüderitzbucht wohnen­den Mädchen Sonntags um sich sammeln und Frauen und Kindern, die aus dem Lande ins Innere kamen, gegen geringes Entgelt Aufnahme und Erholung bieten.

An den Vorarbeiten der Abteilung Lüderitzbucht beteiligte sich tatkräftig der Bürgermeister Kreplin. Die Deutsche Kolonialgesellschaft für Südwestafrika schenkte dem Frauenbunds ein 500 im großes Grund­stück und überließ ihm ein weiteres Stück Land zu