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Die Arbeiten des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft.
von Llse Frobcnius, Gcncralsckrctärin.
Das Heimathaus in K e e t m a n s h o o p-
Als der Frauenbund der Deutschen Kolonialgesell- sä>aft gegründet wurde, nahm er als Punkt 2 in seine Satzungen auf: „Deutsche Frauen und Mädchen, die sich in den Kolonien niederlassen wollen, mit Rat und Tat zu unterstützen und die Fraueneinwanderung anzuregen." Sein Protektor Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg verpflichtete sich, deutschen Mädchen, die vorn Frauenbund hinausgesandt wurden, freie Ausreise zu bewilligen. Der Frauenbund richtete eine Stellenvermittlung ein, um gute Hilfskräfte für die wichtigen Aufgaben der deutschen Kindererziehung und der inneren Deutschwerdung unserer Kolonien auszuwählen.
Bald erwies es sich, daß die auswandernden Mäd- chen dringend eines Heims bedurften, um sie in die afrikanischen Verhältnisse einzuführen und in das sie zurückkehren konnten, wenn sie stellenlos waren oder Rat und Hilfe brauchten. Besonders wichtig war ein solches für den Süden der Kolonie, weil dort deutsche Frauen am meisten fehlten. Wegen der zahlreichen Burenbevölkerung ist die Mischlingsgefahr dort groß und nur zu überwinden, wenn deutsche