nach Berlin, wo sie im Lauf weniger Tage gute Stellungen fanden.
beschloß die Hauptversammlung in Münster, jährlich auch H Bewerberinnen nach Gstafrika zu schicken, weil sich dort für gebildete Frauen, — insbesondere für Erzieherinnen, — mehr Existenzmöglichkeiten boten als in Südwest. Der Bund stiftete außerdem einen Mädchenreisefond von 23 900 M., um gegebenenfalls auch aus eigenen Mitteln Mädchen hinaussenden zu können. Ferner trat der Frauenbund mit dem Verein für das Deutschtum im Auslande in Verbindung, um solchen Mädchen, die in Afrika keine geeignete Stellungen erhalten konnten, Stellungen unter deutschen Volksgenossen im Auslande zu schaffen. Der Krieg verhinderte die Ausführung des Planes. Seit dem August fstlH konnten keinerlei Ausreisen mehr vermittelt werden.
Büchereien.
Schon Adda von Liliencron hatte, indem sie ihre Schutztruppenlieder nach Südwest sandte, erkannt, wie ungeheuer wichtig es für die Kolonialdeutschen ist, von der Heimat mit geistiger Anregung versorgt zu werden. Der Frauenbund, der den geistigen Zusammenhang der Kolonien mit der Heimat erhalten will, faßte daher auch diese Aufgabe, sich an ihrer Versorgung mit Lesestoff zu beteiligen, tatkräftig an.
l9lO bildete der Ausschuß eine Kommission für die Bibliotheken in den Kolonien unter dem Vorsitz von Frau von Bredow. Viele Abteilungen arbeiteten mit. Lüdcritzbucht, Bethanien und Mlhelmsthal in Afrika