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Deutsch-Ostafrika : Geschichte der Gesellschaft für deutsche Kolonisation, der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft und der Deutsch-Ostafrikanischen Plantagengesellschaft / nach den maßgebenden Quellen von J. Wagner
Entstehung
Seite
110
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Fünfter Abschnitt.

Die Deutsch-LflasriKunische Gesellschaft Kis zur Erteilung der Aorxoratiollsrechte.

Deutsch-Ostafrika für unser Vaterland wirtschaftlich nutzbar zu machen^) war nunmehr, nachdem die Gebietserwerbungen in der Hauptsache ihren Abschluß erhalten hatten, das vornehmste Ziel der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft. Sie ließ daher auf ihren Stationen neben dem Anbau für deren eigenen Bedarf Versuche zunächst vorzugsweise mit den am schnellsten Gewinn versprechenden Ge­wächsen, Tabak und Baumwolle, anstellen. Da sie sehr günstig ausfielen/") kam bald eine Deutsch-Ostafrikanische Plantagengesellschast zustande.^)

In Ostafrika übernahm im Juli 1886, da Assessor Lucas nach Europa zurückkehrte, Herr Regieruugsbaume ister Hörnecke die Generalvertretung. Die Zahl der Stationen wurde im Laufe des Sommers 1886 durch Lieutenant von Änderten um zwei vermehrt. Ende Juli begründete er in Useguha auf dem Hügel, wo Dr. Peters nach dem Vertrage am 19. November 1884 zum erstenmal die deutsche Flagge gehißt hatte, eine Station, welche Landwirt Hermes bald darauf übernahm und Petershöhe nannte. Die andere, Tanganjiko, legte er im September in dem von ihm zu Anfang des Jahres 1886 erworbenen Wanjikalande an der Mündung des Kilefi nördlich von Mombas an. Von diesen wie den übrigen Stationen gingen fortlaufend günstige Berichte über den Stand der Arbeiten und die Beziehungen zu den Eingebornen ein Die Neger waren allenthalben gern bereit gegen geringen Lohn auf den Stationen zu arbeiten; freilich ließ ihre Ausdauer noch viel zu wüuschen übrig. So war also praktisch die ein Jahr zuvor gestellte Preisaufgabe im wesentlichen bereits gelöst, als am 30. August 1886 die Verkündigung der Preise erfolgte: den ersten erhielt Missionssuperintendent a D. Merensky, den zweiten Maler Bibo, eine ehrenvolle Erwähnung Dr. ^ur. Hübbe-Schleiden.

*) Vergl. Grimm, der wirtschaftliche Wert von Deutsch-Ostasrika. Berlin 1836.

Vergl. Kolonialpol, Korr. vom 11. September und 2. Oktober 1336, vom 26. Februar und 16. April 1837.

5*") Von ihr handelt der 7. Abschnitt dieses Buches.