Zweiter Abschnitt.
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Dem Mutigen gehört die Welt. Mut ließ die Leiter und das Häuflein der Getreuen in der schweren Anfangszeit der Gesellschaft nicht verzagen, Mut riß die Vollstrecker der That in allen Widerwärtigkeiten und Gefahren empor.
Kaum hatte der Ausschuß die Erwerbuug von Usagara beschlossen, so gelangte, neben vielen andern törichten Mutmaßungen, eine wohlunterrichtete Mitteilung in die Presse, welche das ganze Unternehmen aller Welt verkündete; wer den schimpflichen Verrat auf dem Gewissen hat, ist nnermittelt geblieben. Der Ausschuß bot selbstverständlich alles auf, um diesen Schlag abzuwehren, was auch zu geliugen schien, da die öffentliche Aufmerksamkeit durch die fortwährend sich widersprechenden Nachrichten, zu deueu auch der Ausschuß unter der Hand sein redlich Teil beitrug, allmählich ermüdet wurde und schließlich auf die richtige kein Gewicht legte. Daneben wurden indes von den ausgesandten Herren Vorkehrungen getroffen, um Neider, welche das Unternehmen etwa doch durchkreuzen wollten, auf falsche Fährte zu locken. Doch — ich glaube am besten zu thun, wenn ich, wie dies schon vorher mit den wichtigsten Schriftstücken der Gesellschaft geschehen ist^ einen der Teilnehmer selbst reden lasse, und zwar den Leiter der Unternehmung' Dr. Peters, welcher iu 6 Nummern der „Täglichen Rundschau" (vom 7., 8., 15/ 19., 22» März und 12. April 1885) Bericht über dieselbe erstattet hat. Einiges Unwesentliche habe ich darin sortgelassen; andererseits bringe ich in den Anmerkungen ergänzende Mitteilungen, die ich teils ihm, teils anderen Herren verdanke.
„Am 1. Oktober 1884, nachmittags 3'/2 Uhr, dampften wir als Deckpassagiere „mit zweiter Klasse Verpflegung" an Bord des österreichischen Lloyddampfers „Titania" aus dem Hafeu von Trieft ab. Ich hatte vom Ausschuß der Gesellschaft für deutsche Kolonisation als Chef der Expedition unumschränkte Vollmacht für einen Landankaus iu Ostafrika. Ich sollte „über die zu thuenden Schritte entscheiden" und „über die mitgenommenen Gelder verfügen." Mit mir war als erster Offizier meiu Freund Dr. >r. Carl Jühlke, als zweiter Herr Joachim Graf Pfeil, welcher sich zehn Jahre seines Lebens in Natal aufgehalten hattet)
Über ihn verdanke ich der Güte seines Bruders, Herrn Referendar M. Graf Pfeil zu Halle, folgende Angaben: „Joachim Friedrich Graf Pfeil ist geboren am 30. Dezember 1857