Teil eines Werkes 
3 (1908) Samoa : Reiseschilderungen / von Siegfried Genthe
Entstehung
Seite
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Vierzehntes Kapitel.

An Bord S. M. Schiff Cormoran nach den Ostinseln. 2.

Die östlichsten Eilande.

Nuu Manu, die Vogelinsel. Völkerwanderungen in der Süd­see. Erster Eindruck von Manua. Unfehlbares Rezept zur Heidenbekehrung.

Genau 100 Kilometer östlich von Anuu, der kleinen Felseninsel, die sich vorm Ostende inmitten des Riffs erhebt, steigen drei hohe Bergrücken aus dem Meer em­por, die Manna-Inseln, die nach Osten hin die Gruppe abschließen, wenn man nicht uoch die 140 Kilometer weiter östlich liegende Koralleninsel Nuu Manu noch zu Samoa rechnen will. Dazu ist aber kein rechter Anlaß. Geologisch hat dieses Atoll nichts mit der übrigen Gruppe zu tun, solange wir nicht wissen, ob es sich aus demselbeu unterseeischen Rücken erhebt, auf dem die vulkanischen Ausbrüche stattfanden, denen die westlichen Inseln ihre Entstehung verdanken. Ethnographisch und wirtschaftlich hat es gar keine Bedeutung, da es von jeder Flut völlig überspült wird und auf dem schmalen Lagunenkranze außer ewigen Nachtblütlern nichts zu findeu ist als Schildkröten und massenhafte Seevögel und in der stillen Laguue die Brutstätte großer Fischherdcu. Unter diesen Verhältnissen wird das Atoll stets uubewohut bleiben, und der fran­zösische Weltumsegler Freycinet, der es 1819 bei seinen