Zwölftes Kapitel.
Bei den Amerikanern in Pago Pago.
Wie die Bereinigten Staaten zu ihrem Hafen kamen. — An Bord von S. M. S. Cormoran nach Pago Pago. — Kriegstanz eines Dovpelschraubenkreuzers. — Die vier Vorposten Uvolus. — Überraschende Einfahrt in den versteckten Hafen.
Während zu Hause in Deutschland die stubcnhockcn- den Kolonialgrübler noch über die Wertlosigkeit Samoas redeten, machten sich die Amerikaner ganz ohne Sang und Klang, aber mit viel Geld daran, den einzig guten .Hafen der Inselgruppe für sich auszubauen. In Deutschland schien allgemein angenommen zu werden, daß die amerikanische Regierung das ausschließliche Recht erworben habe, in Pago Pago eine Kohlenstation anzulegen. Diese allgemein verbreitete irrtümliche Auffassung beruhte auf der Meinung, daß der im Jahre 1872 zwischen dem Häuptling Mauga und dem Korvettenkapitän Meade von der Narragausett abgeschlossene Vertrag gültig und gleichbedeutend mit eiuer Abtretuug des .Hafens an Amerika sei. In Wirklichkeit ist jedoch dieses Abkommen niemals bestätigt worden. Der diensteifrige amerikanische Kapitän, der seinem Lande gern den besten .Hafen der Südscc sichern wollte, erhielt einen Verweis, mit dem Bedeuten, mir das Auswärtige Amt uud der Bundessenat könnten Verträge abschließen. Immerhin aber verlor die Regierung der Vereinigten Staaten den Hafen nicht
Äcnthc, Soiuoo, 16