Neuntes Kapitel.
Ein Besuch bei Mataafa.
Samoas „ZiAnä olcl msri". — Ins Lager der Aufrührer. — Ein halbnackter „Wilder", der Englisch, Franzosisch und Deutsch spricht. — Mataafas äußere Erscheinung. — Die schäbigsten Gastgeschenke des Jahrhunderts. — Ein Taalolo.
Von allen lebenden Samoanern ist der bedeutendste ohne Zweifel Mataafa. Nicht nur sichert ihm die Rolle, die er in der Geschichte seines kleinen Landes und damit in der Kolonialgeschichte der drei Vertragsmächte gespielt hat, einen hervorragenden Platz unter den großen Häuptlingen dieses letzten, unabhängigen Fürstentums der Südsee, seine Eigenschaften als Krieger und Staatsmann stempeln ihn zu dem interessantesten Vertreter der an klugen und kraftvollen Männern so reichen polynesischen Rasse, zu einem wirklich großen Charakter, der Teilnahme und Bewunderung verdient. Man hat ihn den „Arancl olcl rriÄn" Samoas genannt, nnd wenn der englische Staatsmann, der diesen volkstümlichen Ehrentitel führte, der Hälfte seiner Landsleutc die Verkörperung der Eigenschaften war, die in ihren Augen die Größe des britischen Weltreiches ermöglicht haben, so kann man getrost mMaris mMÄnclis diese Namenswürde von Volkes Gnaden dem Samoaner zusprechen, der von allen Parteien des politisch ständig erregten Ländchens als der größte anerkannt wird. Während der letzten Unruhen, die nach dem Tode des Königs Malietoa Laupcpa über
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