Fünftes Kapitel.
An Bord von S. M. Schiff Falke nach Savaii. 2.
Maksuku.
Auf der „Männerseite" Savaiis, — Hochragende Bergfeste im Blauen Meer. — Ein Berg- und Waldparadies. — Wildbewegte Brandungsküste. — Savaii, meist unaufgeschlossenes Dschungelland. — Deutsche An- und Einsiedler.
Diesmal ist es der nördlichste Hafen der großen Insel Savaii, dem die Kreuzfahrt des deutschen Kriegsschiffes gilt, ein großes und wohlhabendes Dorf, etwa in der Mitte der steilen Nordküste gelegen: Matautu, einer der Hauptorte der sogenannten „Männerseite" der altertümlichen Insel. Die Samocmer teilen Savaii von alters her in drei Teile: Faasaleleaga, das Land des Ankerstocks, benannt zur Erinnerung an die Kämpfe gegen die Tonganer, Oleitu o Tane, die Männerseite an der Nordküste, und Oleitu o Fafiue, die Frauenseite im Süden. Was diese sonderbaren Bezeichnungen bedeuten, ist nicht aufgeklärt; die Auslegung, die man von den Eingeborenen selbst zu hören bekommt, geht wie immer auf irgendwelche sagenhaften, geschichtlichen Erinueruugen zurück uud scheint wenig zuverlässig zu sein. Sicherer ist, daß hier Niederlassungen von Vitileuten vorhanden und die Ursache erbitterter Kämpfe gewesen sind, von denen sich Nachklänge noch in den Heldensagen der savaiischen Geschlechter erkennen lassen. Früher soll die Männerseite Oleitu Taoa