Z. Die geographischen Verhältnisse der Südsee.
evor ich auf die wirtschaftlichen, politischen und militärischen Interessen unserer Südseegebiete näher eingehe, scheint es mir notwendig, dem Leser diese ihm sicher unbekannten Gebiete geographisch etwas näher zu bringen. Die Unkenntnis weiter Kreise über sie ist nicht verwunderlich, denn es gibt wohl keine uninteressantere Karte in unseren Atlanten als die, die Australien mit der Südsee darstellt. Sie ist deshalb schwer lesbar, weil uns die vielen kleinen Punkte auf ihr zu wenig sagen, und weil wir gewöhnt sind, andere ltrdgegenden in größerem Maßstabe dargestellt zu finden; man wird sich über die Entfernungen und Größenverhältnisse nicht recht klar. Die beigegebene Karte soll diese Schwierigkeit beseitigen. Durch die Trennung der verschiedenen Kolonialbesitzungen und ihre Beschreibung wird der Leser gleichzeitig in die politischen Verhältnisse eingeführt.
Die deutschen Kolonien. Betrachtet man die Karte, so ist zu sehen, daß sich um den deutschen Teil von Neu-Guinea (Kaiser-LVilhelmsland), den Bismarck-Archipel und die deutschen Salomo-Inseln in Entfernung von bis 2000 Km, die Palau-Inseln, Ost- und 5Vestkaro- linen und Marshall-Inseln herumlagern. Samoa liegt abgesondert etwa 450S Km östlich von 8riedrich-V?ilhelmshafen (Neu-Guinea). Die Kreise auf der Karte, mit letztgenanntem (!)rt als Mittelpunkt, geben die Entfernungen von 500 zu 300 Km an; zum Vergleich sind uns geläufigere Entfernungen in Europa und aus anderen Meeren eingetragen. Die Tagesstrecke eines mit ZZ,25 sin 8ahrt laufenden Krachtdampfers betragt 500 Km, also die Entfernung zweier Kreise voneinander, danach kann man ungefähr die Fahrtdauer von einem Punkt zum anderen berechnen.
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