z. Die über unsere Aolonialpolitik herrschenden
Ansichten.
-Mn letzter Zeit haben sich verschiedene Veröffentlichungen mit dem ^ Schicksale unserer Kolonien beschäftigt. Wenn auch die Besprechung der einzelnen Kriegs- und Zriedensziele verboten ist, so spiegeln sich doch die Ansichten der Verfasser von Zeitungsaufsätzen und Einzelschriften deutlich genug in ihnen ab. Da gibt es eine Partei, die von der Schaffung des „Korridors" Berlin-Bagdad so begeistert ist, daß sie von Kolonien überhaupt nichts mehr wissen, sondern Deutschlands zukünftige Weltpolitik in eine „Kulturpolitik" des nahen Ostens zusammengefaßt haben will; ihre Anhänger wollen seine Stellung inEuropa durch Landerwerb in (t)st und West festigen und durch die Besitznahme der dort vorhandenen reichen Industrien für die Erschließung des (vrients stärken; ihnen ist das Schicksal unserer Kolonien, die jetzt in Zeindeöhand sind, gleichgültig. Auf den Einfluß dieser Kreise sind wobl auch manche Zaghaftigkeiten, die Zukunft unseres ausländischen Besitzes betreffend, zurückzuführen« Andere denken an ein großes afrikanisches Kolonialreich und sind bereit zu tauschen und zu handeln, um es zustande zu bringen; sie sagen, unser Kolonialbesitz sei in der ganzen Welt zersplittert, er müßte umgewandelt werden in ein zusammenhängendes Wirtschaftsgebiet nahe Europa, also wohl im nördlichen und westlichen Afrika! Eine dritte Partei vertritt die jedem Kolonialfreund selbstverständliche Ansicht, daß wir nach einem glücklichen Krieg alle unsere Kolonien wiedererhalten müßten. Das ist auch das im November verkündete Programm der Deutschen Kolonialgesellschaft. Nichtsdestoweniger gibt es auch in ihr zahlreiche Mitglieder, denen die Wiedergewinnung unserer afrikanischen