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Die Besiedlung Deutsch-Ostafrikas / Paul Samassa
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VIII

Die Verwaltung Deutsch - Oftafrikas

Aus den bisherigen Ausführungen geht wohl zur Genüge hervor, daß ich nicht daran denke, irgendeine materielle Unterstützung für weiße Ansiedler in der Kolonie seitens der Regierung zu fordern; derartige künstliche Mittel müssen dort versagen, wo Selbständigkeit, Entschlußkraft und Energie die höchsten Tugenden sind, die man von einem Kolonialpionier fordern kann. Und nichts könnte dem mehr entgegenwirken, als eine Besiedlung, die am Gängelbande der Regierung bleibt, wenn diese einmal den einzelnen Ansiedler mit Geld oder dessen Gegenwert in Form von Vieh, Saatgut, Lebensrnitteln unter­stützt hat und die moralische Verantwortung für die Verwen­dung des Geldes wie für das Schicksal und Gedeihen des An­siedlers in gleicherweise trägt. Gerade, wenn man auf diesem Standpunkt fleht, wird man aber mit um so größerem Nachdruck fordern dürfen, daß die Regierung in ihrem eigensten Bereich, der Verwaltung, die Voraussetzungen schafft, die für die Ent­faltung privater Initiative unerläßlich sind; auf dem Gebiete, wo der einzelne machtlos ist und wo feine Kräfte nicht reichen, muß die Gemeinschaft eintreten, die zunächst vorn kolonisieren-