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Die Besiedlung Deutsch-Ostafrikas / Paul Samassa
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II

Tanganital

Unter diesem Namen faßt man in der Kolonie gewöhnlich die drei Nordbezirke: langa, Pangani und Wilhelmstal zu­sammen, die durch das gemeinsame Verkehrsmittel der Ufam- barabahn zu einer gewissen wirtschaftlichen Einheit zusammen­geschlossen sind. Es ist dies das Gebiet, dessen wirtschaftliche Erschließung zuerst in Angriff genommen worden ist und das Zeugnis dafür ablegt, wieviel Arbeit, Energie und Kapital hier lediglich aus privater Initiative aufgewendet wurde. Die Ursache hierfür liegt in den geographischen Bedingungen und den Verkehrsverhältniffen. Das Hinterland von Daresfalam ist ziemlich weithinein wenig fruchtbar, der Süden der Kolonie zu abgelegen, auch heute noch mit dem Dampferverkehr auf Umladung in Daresfalam angewiesen. Im Norden bot der Pangani wenigstens auf ein kurzes Stück eine Verbindung landeinwärts. So entstanden hier zuerst die Plantage Lewa, die Friedrich-HoffmannspfLanzung, die verunglückte Rohr­zuckerfabrik am Pangani. An jedes dieser Unternehmen knüpft steh die Erinnerung an eine Reihe erfolgloser Versuche im Anbau tropischer Nutzpflanzen.