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Die Besiedlung Deutsch-Ostafrikas / Paul Samassa
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V

Ausblicke in die Zukunft

Wenn in der bisherigen Darstellung der Standpunkt ver­treten wurde, daß der Kleinfiedler, genauer ausgedrückt der kleinbäuerliche Siedler, weder in Ufambara, noch am Kili mandjaro und Meru Aussicht hat, als solcher zu bestehen, so mag man einwenden, daß dies doch nur ein beschränktes Ge­biet und sicherlich der kleinere Teil der in der Kolonie zur Besiedlung geeigneten Hochländer fei; es könnte also in andern Teilen sehr wohl anders liegen. Ohne ersteres beftreiten zu wollen, hege ich gegen letzteres doch sehr erhebliche Zweifel. Denn ich lege den Hauptnachdruck auf den psychologischen Faktor, der in Uhehe oder in Kondeland nicht anders wirken kann, wie in Ufambara oder am Meru. Man kann dem vielleicht die Art entgegenhalten, wie sich seinerzeit in den Süd­staaten von Brasilien (Sta Caterina, Rio Grande) die Besied­lung durch Deutsche vollzog. Die zogen damals in den Ur­wald und lebten jahrelang in reiner Naturalwirtschaft, bis sie so weit kamen, Produkte ausführen und verkaufen zu können; und sie find im wesentlichen bis zum heutigen Tage Kleinbauern geblieben. Aber einerseits haben sich in den