Der Ausgang des Kampfes
m April 1906 war die Befferung der militärifchen Lage in der Kolonie fo weit fortgelchritten, daß der Oberleitung in Daresfalam wenig mehr zu tun übrig blieb, als für die Aufrechterhaltung regelmäßiger und ficherer Verbindung mit allen Truppenteilen und für den notwendigen Nachfchub Sorge zu tragen. Der das Land verheerende Brand war je^t im großen und ganzen erftickt. Die Flammen, die hie und da noch aufloderten, befanden (ich unter Kontrolle der im Felde flehenden Streitkräfte; ihr baldiges Erlöfchen war mit Beftimmtheit vorauszufehen. Die Aufgaben, welche von den Kompagnie- und Detachementsführern noch zu löfen waren, be- ftanden in Aufräumungsarbeiten oder hatten zum Ziel, die Brandftifter zu ergreifen und unfchädlich zu machen. Rekruten aus Die Einftellung neuer Rekruten war daher auch fiftiert worden. Neu-Guinea £) as Rekrutendepot in Daresfalam betrieb damals die Ausbildung der gegen Ende Januar eingetroffenen auftralifchen Mannfchaften. Leider war es aber dem Gouvernement von Neu-Guinea nicht möglich gewefen, genügend Buka-Leute, d. h. Eingeborene von der Infel Bougainville, die als kriegstüchtig gelten, anzuwerben. Es hatte daher, in befter Ab ficht, an deren Stelle andere Polynefier gefchickt, meift kleine Geftalten, weich von Natur und in der fremden Umgebung fchüchtern in ihrem Auftreten. Schon nach kurzer Zeit war es erkennbar, daß es nicht gelingen würde, aus ihnen Soldaten zu machen, harten Körpers und fröhlichen Sinnes, wie es die rauhe und ftrapazenreiche afrikanifche Kriegsführung erfordert. Sie haben auch fpäter, da der Aufftand eine weitere
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