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Deutsch-Ostafrika im Aufstand 1905/06 / von Graf von Götzen
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Der Aufftand im Wachfen.

Operationen

son dem Augenblick an, da der nationale Charakter <2 des Aufruhrs hervortrat, bildete die Verhütung feiner weiteren Ausbreitung eine ebenfo wichtige Aufgabe der Truppenführung, wie das Erfticken des Brandes an feinem Ausgangspunkt.

Es entfprach deshalb, folange die erbetenen Verftärkungen ^ eteilt f nicht zur Stelle waren, durchaus den Erfordernilfen der Lage, wenn die Oberleitung nicht alle verfügbaren Kräfte an einer Stelle, etwa gegen die Rebellen in den Matumbi - Bergen, vereinigte, fondern wenn fie verfuchte, die glimmenden Funken überall da auszutreten, wo fie (ich zeigten. Das Zufammenhalten der Kräfte und ihr konzentrifches Einfetjen wird in den Kämpfen europäifcher Heere zum Siege führen; in einem Volkskrieg aber, noch dazu in einer halbwilden Kolonie, wird die Befolgung diefes Grund- fa^es angefichts der zerftreuten Fechtweife des Gegners und der politifch-geographifchen Verhältnilfe des Landes meift wirkungs­los bleiben, ja fchwere Gefahren in fich bergen.

Freilich wurde in dem Stadium des Kampfes, das uns jet>t belchäftigt, aus der Not eine Tugend gemacht. Die Oberleitung verfügte nämlich weder an irgend einer Stelle über eine Truppen­abteilung von nennenswerter Stärke, noch durfte fie es wagen, in einer Zeit, die Ichon fo viele Überrafchungen gebracht hatte, unter Entblößung der noch nicht gefährdeten nördlichen Bezirke von ihren Befa^ungen eine größere Streitmacht zusammenzu­ziehen.

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