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Neu-Guinea und der Bismarckarchipel : eine wirtschaftliche Studie / von Hans Blum
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S. Die Missionen und ihre wirtschaftliche Bedeutung für das Schutzgebiet.

Eher noch als der spekulative Sinn des Kaufmanns daran dachte, die weltvergessenen Eilande der Südsee in den Kreis seiner Berechnungen zu ziehen, fanden die Künder von Gottes Wort auf ihrem Eroberungszuge durch die Wüsten und Urwälder dieser Erde ihren Weg nach Neu-Guinea, und wie den Holländern die Ehre gebührt, zuerst Politisch und wirtschaftlich dorten Fuß gefaßt zu haben, so ist auch der erste erfolgreiche Versuch, den Kannibalen der westlichen Süd­seeinseln das Evangelium zu Predigen, von der niederländischen Missionsgesellschaft ausgegangen. Zwar weiß die Geschichte von einem vorübergehenden Aufenthalt katholischer Missionare auf Rook- eiland 1852 zu berichten, indes hat diese Missionsthätigkeit keinen dauernden Erfolg gehabt. Dagegen sandten im Jahre 1855 die Niederländer die beiden Missionare Ottow und Geißler nach Neu- Guinea mit dem Auftrage, eine geeignete Stelle zur Anlegung einer Missionsstation ausfindig zu machen. Nach mannigfachen Kreuz- und Querfahrten entschlossen sich die beiden Scndlinge an der Bucht von Doreh in der nordwestlichen Ecke der Geelvinkbai die erste Nieder­lassung Andai zu gründen. Daß die Missionare mit unermüdlichem Eifer an ihr Werk gingen, beweist der Umstand, daß bereits im Jahre 1860 das erste Gesangbuch in derPapuasprache" d. i. in dem Dialekt von Doreh herausgegeben werden konnte, das 27 Kirchen­lieder enthielt. Der ehrwürdige Altmeister der Mission in Neu- Guinea, Otto Geißler, hat volle vierzehn Jahre seines Lebens dem Bekehrungswerk an den weltvergessenen Gestaden der einsamen Süd-