I Der politische <»no wirtschaftliche Werdegang Neu-Guineas.
1. Z)ie Entwicklung Meu-Hnineas bis zum Jahre 1884.
Die Entdeckung Neu-Guineas danken wir, wie so viele der wichtigsten Fortschritte in der geographischen Kenntnis unserer Erde, der portugiesischen Nation. Nachdem schon im Jahre 1511 Antonio de Abren und Francis Serrano die bis dahin ungekcmnten Küsten der Südseeinselwelt flüchtig gesichtet hatten, ward fünfzehn Jahre spater (1526) Jörge de Meneses auf einer Reise nach Ternate durch den Nordwestmonsum gen Südosten verschlagen und entdeckte so zufällig die gewaltige Insel, die heute den Namen Neu-Guinca trügt; damals wurde sie ihrem Entdecker zu Ehren Jsla de S. Jörge genannt. Der Spanier Alvara de Saavcdra, der im Jahre 1528 die Nordküste vom 2.° bis 5.° südlicher Breite befuhr, gab der Insel den Namen Jsla del oro, wohl mehr deshalb, weil die Sagen der Bewohner des malaiischen Archipels von einem Goldland im fernen Osten kündeten, als weil er selber je ein Körnchen deS güldenen Erzes auf den jungfräulichen Gestaden der geheimnisvollen Insel gefunden hatte. Viel charakteristischer war die Benennung, die im Jahre 1545 Jnigo de Ortiz de Rete der neuentdeckten Königin der Südsee beilegte, indem er sie wegen der Ähnlichkeit der Insulaner mit den Bewohnern von Afrikanisch-Guinea „Neu-Guinea" nannte. Diesen Namen hat die Insel bis auf den heutigen Tag im Munde der Welt und der Wissenschaft behalten, nur der nordöstliche Teil erfuhr im Jahre 1884 eine abermalige Umtaufe, indem bei der Besitzergreifung dieses Gebietes durch Deutschland dasselbe dem großen Kaiser zu Ehren „Kaiser-
Blum. Ncu-Gnincli, ^